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Aktien für Anfänger: Wie Studenten an der Börse starten können

Studenten und Aktien – passt nicht zusammen. Eine verbreitete Sichtweise, die sich unter anderem aus der Tatsache speist, dass angehende Akademiker selten mit Geld um sich schmeißen können. Aber: Für Studenten werden die Börsen zunehmend interessanter. Der Trend, dass wieder mehr Aktien gezeichnet werden – über den Beispielsweise auch das Handelsblatt berichtet – geht nicht an Studenten vorbei.

 

Damit diese Anlegergruppe von den Renditen an den Börsen profitiert, braucht es allerdings ein paar Voraussetzungen. Hierzu gehört einerseits das Wertpapierdepot. Letzteres ist unverzichtbar, um Aktien und andere Wertpapiere zu handeln. Gleichzeitig braucht es auch das nötige Know-how. Ohne Börsenwissen werden beim Trading Fehler gemacht, die teuer werden.

Abbildung 1: Wenn Studenten in Aktien investieren möchten, sollten sie vorher einiges bedenken. Mit der richtigen Strategie und dem passenden Aktiendepot lassen sich hier jedoch durchaus Erfolge feiern.
Abbildung 1: Wenn Studenten in Aktien investieren möchten, sollten sie vorher einiges bedenken. Mit der richtigen Strategie und dem passenden Aktiendepot lassen sich hier jedoch durchaus Erfolge feiern.

Das richtige Depot: Voraussetzung für alles

Wird früh damit begonnen, Kapital aufzubauen, ergibt sich ein erhebliches Renditepotenzial. Wer als Student zu dieser Einsicht gelangt, hat bereits den halben Weg zum erfolgreichen Trader zurückgelegt. Das letzte Stück ist allerdings umso schwerer. Es geht darum, Voraussetzungen für erfolgreiches Trading zu schaffen.

Ein wichtiger Aspekt ist das Aktiendepot. Entscheidend sind nicht spezielle Studentenangebote, sondern wie gut das Depot als Gesamtpaket zum Anlageprofil passt. Broker bieten für junge Erwachsene und Studenten Depots mit kostenloser Depotführung an. Wer wenig handelt, kann hiervon durchaus profitieren.

Vieltrader unter den angehenden Akademikern halten nach Wertpapierdepots mit niedrigen Handelsgebühren Ausschau. Mitunter kann es sich in diesem Zusammenhang rechnen, zu einem Depot mit Flatrate-Abrechnung zu greifen. Im Anbietervergleich gehören immer:

  • Depotführungsgebühr
  • Orderprovisionen
  • Fremdspesen/Handelsplatzentgelte
  • Servicepauschale

auf den Prüfstand.

 

Achtung: Studenten mit Anlageerfahrung haben sehr klare Vorstellungen, wie das Depot aussehen muss. Hier sind nicht nur die Kosten, sondern auch die handelbaren Assetklassen ein Kriterium, das auf den Prüfstand gehört.

Einstieg: Strategie entwickeln

Ist das Thema Wertpapierdepot geklärt, kann es eigentlich mit dem Trading losgehen. Einsteiger ist anzuraten, sich etwas mehr Zeit zu lassen. Statt einfach aus dem Bauch heraus ein paar Aktien ins Depot zu legen, braucht es für erfolgreiche Investments immer eine Strategie.

Gerade die ersten Trades sind besonders heikel. Fehlentscheidungen prägen und führen dazu, dass sich Studenten schnell von den Börsen wieder verabschieden. Eine Anlagestrategie zu entwickeln bedeutet, sich mit den Märkten zu befassen. Wie reagieren die Kurse auf Wirtschaftsnachrichten? Ein zweiter Punkt ist die Chartanalyse.

Hieraus lassen sich Handelssignale erkennen – sprich der beste Zeitpunkt für den Ein- oder Ausstieg. Trends verfolgen und auf diese setzen ist für erfolgreiches Handeln extrem wichtig. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es Know-how und ein sicheres Beherrschen verschiedener Indikatoren. Zusätzlich bedarf es eines guten Risikomanagements, um am Ende keine zu hohen Verluste einzufahren.

 

Tipp: Gerade die Chartanalyse lässt sich üben. Viele Broker stellen mit dem Depot ein kostenloses Demokonto zur Verfügung. Hierrüber machen Studenten erste Erfahrungen in den Trockenübungen und bekommen ein Gefühl für die Märkte. 

ETFs beimischen

Das DAI Renditedreieck zeigt, wie groß das Potenzial von Aktien sein kann. In der Praxis fällt es Studenten schwer, ein gut durchmischtes Portfolio aufzubauen – weil Blue Chips Aktien recht teuer sind. Eine Option, wie sich damit umgehen lässt: Der Aufbau eines Portfolios mit ETFs.

 

Dahinter stehen Fonds, die Indizes wie den DAX, den MSCI World oder auch den S&P 500 nachbilden und passiv verwaltet werden. Die Vorteile: Durch die passive Verwaltung sind die Gebühren im Vergleich zu klassischen Fonds eher niedrig. Und die Abbildung der Indizes sorgt automatisch für eine gewisse Durchmischung – was Underperformer weniger stark ins Gewicht fallen lässt.

Fazit: Studenten bauen ihr Aktienportfolio auf

Aktienbesitz ist nur etwas für Gutverdiener. Falsch, diese Ansicht ist schon lange überholt. Inzwischen sind Aktien für eine breite Schicht Anleger interessant. Auch Studenten können sich ein Portfolio aufbauen. Allerdings muss diese Anlegergruppe etwas differenzierter vorgehen. Gerade Investments in Blue Chips können problematisch werden. Es bietet sich daher an, für die ersten Schritte an den Börsen mit ETFs anzufangen, die gleichzeitig eine gewisse Sicherheit durch die interne Diversifikation bieten.

Hinweis: Dies stellt keine Anlageberatung dar. Der Inhalt dieser Website dient ausschließlich der allgemeinen Information über Produkte und Dienstleistungen. Die hier enthaltenen Informationen können die auf die individuellen Verhältnisse des Anlegers abgestellte kundenspezifische und objektorientierte Beratung nicht ersetzen.

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